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Das Konglomerat der Friedenslinien der Cupar Way befindet sich im Westen der Stadt und bildet mit insgesamt 800 m die längste Grenze in Nordirland. Sie trennt die Protestanten, die im nördlichen Teil leben, von der katholischen Seite im Süden. Das Wohnviertel grenzt an das Stadtzentrum von Belfast, wird jedoch durch den sogenannten „Ring of Steel“ – einer Schnellstraße – davon abgeschnitten. Nachdem das Viertel, früher ein Zentrum der Leinenproduktion, durch den Niedergang der Leinen- und Schiffbauindustrie sowie des Maschinenbaugewerbes in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verarmte, schürte die daraus folgende Arbeitslosigkeit den Konflikt. Am Höhepunkt der Auseinandersetzungen in den 1990er Jahren kam es hier regelmäßig zu Bombenattentaten und Schießereien. Auch heute handelt es sich auf beiden Seiten der Mauer um Arbeitermilieus, die nach wie vor von Arbeitslosigkeit und deren Konsequenzen geprägt sind.

Morgane Alonzo
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